Niedersachsen: Durchschnittliche Pflaumen- und Zwetschen-Erntemenge erwartet

Foto: Scheel

Niedersachsens Obstbaubetriebe erwarten in diesem Jahr weniger, aber qualitativ hochwertige Pflaumen und Zwetschen. „Der geringe Behang wirkt sich positiv auf den Geschmack aus“, erklärt Dr. Karsten Klopp, Leiter der zur Landwirtschaftskammer Niedersachsen gehörenden Obstbauversuchsanstalt (OVA) in Jork im Landkreis Stade, „denn es werden mehr wertvolle Inhaltsstoffe in den einzelnen Früchten eingelagert. Das Steinobst schmeckt süß, saftig und aromatisch.“

3350 Tonnen Pflaumen und Zwetschen

Die Obstbäuerinnen und Obstbauern in Niedersachsen werden dem Landesamt für Statistik zufolge voraussichtlich 3350 Tonnen Pflaumen und Zwetschen ernten. Auf 235 Hektar wird das Steinobst laut Erntestatistiker Georg Keckl angebaut. Er rechnet mit einem Ertrag von rund 14,2 Tonnen pro Hektar – das entspricht zwar einem Minus von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (21,3 Tonnen pro Hektar), aber dennoch einer durchschnittlichen Ernte. Den Rückgang führen die Fachleute auf die Frühjahrsfröste und natürliche Ertragsschwankungen zurück.

150.000 Pflaumen- und Zwetschen-Bäume stehen an der Niederelbe. Fünf Jahre müssen die  Obstbauern bis zum Vollertrag warten. Sorten wie Jojo, Doppelte Hauszwetsche, Fellenberg, Tegera und Haganta gehören weiterhin zu den Top 6 bei den Neupflanzungen. „Besonders gefragt sind die Pflaumen und Zwetschen aus dem Alten Land in der Direktvermarktung“, erklärt Martin Kockerols, Spezialberater für Steinobst bei der OVA. Abhängig von der Sorte und der Qualität koste das Steinobst im Hofladen oder auf dem Wochenmarkt zwischen 2 und 4,50 Euro. In den Regalen der Supermärkte seien dagegen eher die Pflaumen aus Süddeutschland und dem Ausland zu finden.

Quelle: LWK Niedersachsen