Wie Fruchthandel online berichtet, zeigt sich der Corona-Effekt bei frischem Gemüse insbesondere darin, dass die Haushalte mehr zu Hause kochen. Dadurch kommt Gemüse als Frischware im März auf ein Mengenplus von zwölf Prozent, wie der GfK Consumer Index für den vergangenen Monat zeigt. Insbesondere Wurzelgemüse (+21 %) und Zwiebelgemüse (+34 %) weisen ein überdurchschnittliches Wachstum auf.
Das Preisniveau im Segment Gemüse Frischware ist nach den Zahlen insgesamt nur leicht gestiegen (+3,9 % höhere Durchschnittspreise/kg), wobei z.B. für Fruchtgemüse 13 % höhere Preise bezahlt wurden, während die Durchschnittspreise für Zwiebelgemüse um gut 17 % gefallen sind. Zudem verzeichneten Kartoffeln im März 2020 auf ein Mengenwachstum von fast 27 %.
Auch frisches Obst hat trotz negativem Kalendereffekt ein leichtes Mengenplus, wenngleich dies mit vier Prozent deutlich geringer ausfällt als im Gemüsesegment. Treibender Faktor für das Umsatzwachstum (+17 %) ist hier allerdings ein deutlicher Anstieg der Verbraucherpreise – womöglich machen sich hier die erschwerten Import-Bedingungen in der aktuellen Lage bemerkbar. Besonders hohe preisgetriebene Umsatzzuwächse sind vor allem bei den Citrusfrüchten (+12,5 % Menge, +33 % Wert) und bei Kernobst (+4,5 % Menge, +25 % Wert) zu beobachten.
Quelle: Fruchthandel online/GfK