Wie der MDR berichtet soll der selbstfahrende Obst- und Weinbauroboter mit modularer Energieversorgung und elektrischem Antrieb, ELWOBOT, in den nächsten vier Jahren weiterentwickelt werden. Dazu hat das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) mit der Technischen Universität Dresden einen Forschungsvertrag abgeschlossen. Für das Projekt werden vom Freistaat Sachsen 1,8 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das LfULG möchte zusammen mit der TU Dresden daran forschen, wie der Roboter Arbeitsanweisungen in Echtzeit empfangen und ausführen kann. Die dabei gewonnenen Daten sollen dann in einem eigens dafür programmierten Farm-Managementsystem zusammengeführt und ausgewertet werden.
Vielseitiger Helfer mit Navigation und 5G-Technik
Der Roboter soll in der Praxis zur Auslieferung von Pflanzenschutzmitteln, aber auch für Pflegemaßnahmen wie das Mulchen der Fahrgasse eingesetzt werden. Durch ein spezielles Gerät soll es möglich werden, Pflanzenschutzmittel präziser und dadurch in geringeren Mengen aufzubringen. Damit sich der Roboter in Plantagen orientieren kann, bekommt er Lasersensoren für die Navigation. Außerdem soll er Hindernisse erkennen können. Die Datensignalübertragung soll über 5G realisiert werden. Zudem werde als Alternativlösung eine Edge-Cloud erarbeitet. Sie soll einen Einsatz in Regionen ohne Netzabdeckung ermöglichen.
Digitalisierung in der Landwirtschaft auf dem Vormarsch
Das LfULG will auch den Gartenbau und die Landwirtschaft durch Digitalisierung und Automatisierung effizienter und umweltfreundlicher gestalten. Dafür haben das sächsische Umweltministerium und das LfULG das Thema "Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft" zu einem ihrer Schwerpunkte auserkoren.
Durch die Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wissenschaft und Praxis sollen neue Ideen entwickelt, getestet und demonstriert werden. Das Geld dafür wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bereitgestellt und damit das Projekt "Experimentierfeld Landnetz" mit rund 7,6 Millionen Euro gefördert.
Quelle: MDR