Die Importe vieler Bio-Produkte nach Deutschland sind im Wirtschaftsjahr 2018/19 zurückgegangen. Hauptsächlich liegt dies an der größeren Versorgung mit inländischer Ware. Besonders bei einigen Getreidearten und auch Milch ist damit der Importanteil gesunken. Oekolandbau.de de stellt die Ergebnisse einer AMI-Studie vor.
Seit 2016 haben immer mehr deutsche Landwirtschaftsbetriebe auf Bio-Produktion umgestellt. So ist allein von 2015 bis 2019 die Milchproduktion um 62 % gewachsen, das Ackerland ist 53 % größer geworden, die Schweinebestände um 57 % und das Grünland 43 %. Die inländische Bio-Produktion, die lange Zeit der Nachfrage in Deutschland hinterherhinkte, kann nun also auch stärker zur Versorgung beitragen und drängt bei verschiedenen Produkten die Importe zurück.
Bei Äpfeln nur noch 20 % Importe
Auch bei Äpfeln sind die Importraten deutlich gesunken. In den zurückliegenden Jahren wurde die Nachfrage in Deutschland zu 60 % mit Ware aus dem europäischen Ausland und aus Übersee bedient. Dies hat sich in der Saison 2018/19 grundlegend geändert. Die europäischen Bio-Apfelerzeugerinnen und -erzeuger haben eine Rekordernte eingefahren, in Deutschland hat sich die Erntemenge gegenüber den Ausfalljahren 2016 und 2017 fast verdoppelt. Importe aus Übersee, die sonst nach dem deutschen und europäischen Saisonende in großen Mengen nach Deutschland kamen, waren nahezu überflüssig. Auch in der Vermarktungskampagne von 2019/20 dürften durch erneute Flächenzuwächse mit der großen Erntemenge nur wenige Importe nötig sein. Anders als in den Jahren vor der Saison 2018/19 werden auch in den Frühjahrs- und Sommermonaten noch Bio-Äpfel aus inländischer Ernte verfügbar sein.
Quelle: BLE