Obstbauern am Bodensee starten Nachhaltigkeitsprojekt

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von links nach rechts: Thomas Heilig, Vorsitzender Obstregion Bodensee e.V., Dr. Ulrich Mayr, Fachbereichsleiter Sortenerhaltung/Streuobst am Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee in Bavendorf, Minister Peter Hauk, MdL, Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, Erich Röhrenbach, Vorsitzender Obstregion Bodensee e. V., Julia Heimgartner, Bodensee-Apfelkönigin, Franziska Grundler, Bodensee-Apfelprinzessin, Johannes Michel, Obsthof Michel in Frickingen</br>Foto: Obstregion Bodensee e. V.

Am Mittwoch, den 13.04.2022, startete die Obstregion Bodensee e.V. gemeinsame mit dem Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg Peter Hauk MdL offiziell das Projekt „Nachhaltige Produktion – Echt Bodenseeapfel“. Dazu pflanzten die verantwortlichen Obstbauern und Projektpartner gemeinsam mit dem Minister symbolisch einige Apfelbäume an einer der neu angelegten Modellanlagen zur Testung robuster Apfelsorten und tauschten sich über die Projektziele und -inhalte aus.

Das Projekt „Nachhaltige Produktion – Echt Bodenseeapfel“ entstand auf Initiative einer Gruppe von Obsterzeugern und startete unter Leitung der Obstregion Bodensee e.V. und finanzieller Unterstützung des MLR im Dezember 2021. Ziel ist die nachhaltige Weiterentwicklung des Obstbaus am Bodensee zu fördern. Durch das Projekt werden sowohl ökologische und ökonomische, als auch soziale und gesellschaftliche Nachhaltigkeitsaspekte des Obstbaus bearbeitet und es soll eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt werden.

Erste Arbeitsschwerpunkte bilden dabei die Förderung der Artenvielfalt in und um Erwerbsobstanlagen, welche bereits seit Jahren am Bodensee erfolgreich praktiziert wird und durch das Projekt noch weiter verbessert werden soll, die Testung resistenter und robuster Sorten zur Reduktion von Pflanzenschutzmaßnahmen, die Erhebung der CO2-Bilanz des Apfelanbaus am Bodensee sowie die Entwicklung eines wertgebenden Vermarktungskonzepts, um die Nachhaltigkeitsleistungen der Obstbauern sichtbarer zu machen.

Um resistente und robuste Obstsorten im größeren Anbau unter Praxisbedingungen zu testen und die bereits erfolgreich eingesetzten „Best-Practice-Beispiele“ im Bereich Biodiversitätsförderung zu vereinen, wurden zwei Modellanlagen auf Praxisbetrieben errichtet. Jeweils 150 Bäume von etwa 15 Sorten stehen einmal auf dem Obstbaubetrieb der Familie Michel in der Region Frickingen im Westen der Bodenseeregion. Eine weitere Versuchsanlage steht im Gebiet um Kressbronn in Zusammenarbeit der Obstbauernfamilien Kraus und Emser. In Zusammenarbeit der Obstbauernfamilien, des Kompetenzzentrums Obstbau Bodensee, den Erzeugerorganisationen und weiteren Akteuren des Obstbaus am Bodensee werden dort verschiedene Versuche betreut.

Quelle: Obstregion Bodensee e. V.