150 Fußballfelder Blühflächen am Bodensee

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Die Blühfläche von Familie Bernhard aus dem vergangenen Jahr</br>Foto: Obst vom Bodensee

Die Obstbauernfamilien vom Bodensee setzen sich gemeinsam mit den Obsterzeugerorganisationen Württembergische Obstgenossenschaft Raiffeisen eG (WOG eG) und Marktgemeinschaft Bodenseeobst eG (MaBo eG) sowie ihren Vertriebsgesellschaften und weiteren Partnern seit 12 Jahren für den Schutz und die Förderung von Bienen und Wildinsekten ein. So werden für das Jahr 2021 hochwertige Saatgutmischungen für über 106 Hektar Blühflächen ausgesät. Das entspricht der Fläche von rund 150 Fußballfeldern. Zudem werden, zu den über 2.000 bestehenden Wildbienenhäusern, insgesamt 220 neue Bienendomizile am Bodensee aufgestellt.

Großes Engagement zum Schutz der Artenvielfalt
Seit über 12 Jahren engagieren sich Obstbauern am Bodensee gemeinsam mit ihren Erzeugerorganisationen WOG eG und MaBo eG sowie ihren Vertriebsgesellschaften und weiteren Partnern für die Artenvielfalt in der Bodenseeregion. Für die zahlreichen Wildbienenarten und Wildinsekten in und um die Obstanlagen ist es dabei besonders wichtig, ein hochwertiges Nahrungsangebot und einen geschützten Lebensraum vorzufinden. „Durch die Initiative unserer Obstbauernfamilien bildet sich ein Netzwerk vieler klein- und großflächiger, vielfältiger Biodiversitätsmaßnahmen, welche sich über die Bodenseeregion und am Neckar verteilen.“, so Carola Schraff, Obstbauberaterin der WOG eG.

Neue WildbienenhäuserIn der Bodenseeregion wurden bis heute über 2.000 Wildbienenhäuser installiert. Im Jahr 2021 kommen nochmals 220 neue Bienendomizile dazu. Durch die Wildbienenhäuser sowie auch offenen Boden für Bodennistplätze können zahlreiche Wildbienenarten in und an den Obstanlagen nisten und einen passenden Lebensraum finden.

Die Obstbauern vom Bodensee und Neckar zeigen seit Jahren, dass eine bienenfreundliche Landwirt-schaft bereits Praxis ist. Wie die Bienenmonitorings in den Anbauflächen der vergangenen Jahre darlegen konnte fühlen sich die Wildbienen am Bodensee pudelwohl. So konnte die Wildbienen-Erfassung von 2017 einen Nachweis von insgesamt 117 Wildbienenarten, darunter auch 25 bedrohte Arten wie die stark gefährdete Schwarzblaue Sandbiene, erbringen. Dies entspricht einer Verdop-pelung der nachgewiesenen Wildbienenarten seit 2010. Auch dieses Jahr wird gerade wieder ein Monitoring der Wildbienen in und um Obstanlagen von Wissenschaftlern durchgeführt und die Ergebnisse werden mit Vorfreude erwartet.

Quelle: Obst vom Bodensee